Die Nähstube

 

Das Stettener Spectaculum und die Nähstube gehören zusammen

 

Das Stettener Spectaculum findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Und auch dieses Mal sind die Helfer aus der Nähstube mit von der Partie. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit arbeiten sie bereits seit einiger Zeit an den Vorbereitungen für das Spectaculum.

Seit ein paar Jahren befindet sich die Nähstube im ehemaligen Amtshaus gegenüber der Hilb. Hier befindet sich in den ehemaligen Räumen der Post der beachtliche Fundus aus allerlei Gewändern, die in das Bild des Mittelalters passen.

Viele der prachtvollen Gewänder sind aus alten Vorhängen, ausgedienten Stores, Bettlaken und Lederresten entstanden. So haben es die Menschen sicherlich im Mittelalter gehandhabt. Das Mittelalter war nicht die Zeit, in der die Dinge, die offensichtlich ausgedient hatten, einfach weggeworfen wurden. Ganz in diesem Geiste arbeiten unter der Leitung von Irene Feuerstein die fleißigen Näherinnen Rita Breustedt, Waltraud Callembach, Margrita Gabler, Hannelore Grosch, Irmgard Hafner, Hannelore Kießling, Maria Laubhahn, Inge Letsch, Beate Mattes, Bianca Mägerle, Brigitte Oßwald und Heike Potthoff-Scherer.

Die Geschichte der Nähstube geht auf das Jahr 1999 zurück, als Stetten die erste urkundliche Erwähnung feierte, die 1200 Jahre zurücklag. Die Idee für das erste Spectaculum war, möglichst viel Mittelalter zu präsentieren, und so wurde die Nähstube ins Leben gerufen, um die passenden Gewänder herzustellen.

Was sind die Aufgaben in diesem Jahr? Derzeit sind in der Fertigung 30 Gewänder für die Wegelagerer, die am Festwochenende ihren Dienst an den Stadttoren versehen werden. Weiter gilt es, die Hochzeitsgesellschaft einzukleiden. Auch beim sechsten Spectaculum werden die Mitglieder des Glory Fires Chors wieder in die Rolle der Hochzeitsgesellschaft schlüpfen. Die Gesellschaft wird, so wie auch beim letzten Spectaculum, würdevoll über das Festgelände wandeln und mit ihren herrlichen Gewändern für das eine oder andere Foto zur Verfügung stehen.
Dann gilt es noch, weitere Fahnen herzustellen. Ähnlich wie die großen Fahnen, die das Rathaus schmücken, werden weitere Fahnen zur Dekoration der Realschule benötigt. Der Platz von Monthlery wird damit weiter aufgewertet, so dass die vielen Besucher auch hier das Gefühl bekommen, im Mittelalter zu weilen.

Das Stettener Spectaculum hat in den vergangenen Jahren eine Strahlkraft entwickelt, die weit über die Grenzen der Heuberggemeinde hinausgeht. Dies liegt zu einem großen Teil an der großen Zahl an Gewandeten. Viele Gewänder oder zumindest die Idee hierfür stammen aus der Nähstube.

Bei den Frauen der Nähstube kann sich jeder Rat und Tipps holen, um stilecht ins Mittelalter eintauchen zu können. Sie stehen jeden Montag von 19 bis 21 Uhr zur Verfügung.

Die fleißigen Damen der Stettener Nähstube (von links): Hannelore Grosch. Margrita Gabler, Hannelore Kießling, Irmgard Hafner, Irene Feuerstein,
Rita Breustedt, Waltraud Callembach, Bianca Mägerle, Beate Mattes, Inge Letsch und Heike Potthoff Scherer. Auf dem Bild fehlen: Maria Laubhahn und
Brigitte Oßwald.

Bild: Gerd Feuerstein

In der Nähstube wird schon seit Anfang März wieder eifrig gearbeitet. Denn vom 21. - 23. Juli 2017 steht das sechste Stettener Spectaculum auf dem Programm.

Bild: Gerd Feuerstein